So., 12.09.2021 – Auf dem Kulturweg „Vom Charme der 2. Reihe“

Rückblick der Wanderung mit den NaturFreundinnen Christel Schramm und Brigitte Schabel-Unger am 12. September 2021.

Am Sonntag, 12. September machten sich 21 NaturFreunde und Gäste in Fahrgemeinschaften auf den Weg nach Theilheim. Hoch oben am Sportgelände von Theilheim begann bei bestem Wetter die Wanderung, die uns zunächst nach Eibelstadt führte. Hier fanden es viele Teilnehmer sehr reizvoll, dass wir uns auf Nebenwegen befanden und Örtlichkeiten erkunden konnten – die uns unbekannt waren. Wie schon der Name des Kulturweges verrät, befanden wir uns nicht auf der Hauptstraße durch den Ort, sondern konnten beispielsweise Teile der Stadtbefestigung mit Türmen und den daran angelegten Gärtchen der Eibelstädter bewundern. Von da aus ging es hoch über den Kapellenweg auf die Ebene - vorbei am ehemaligen jüdischen Friedhof- Richtung Lindelbach. Hier oben hatten wir einen weiten Blick ins Maintal und auf die gegenüberliegenden Höhen am Heuchelhof.

Lindelbach, ein Ortsteil von Randersacker, liegt mit den reizvollen Steinhäusern aus Muschelkalk, etwas verschlafen, aber ungemein reizvoll, auf der Höhe.

Von da aus war es nicht mehr weit, bis zum historischen Steinbruch von Lindelbach. Hier an der ehemaligen Kantine der Steinbrucharbeiter, machten wir unsere Mittagsrast und versorgten uns selbst aus unseren Rucksäcken. Das von herbstlichen Sonnenblumen umgebene Areal bot uns schattige oder sonnige Sitzplätze und lud zum Verweilen ein. Vor uns lag nun noch der Steinbruch, den wir mittels Infotafeln und auf eigene Faust, ganz individuell erkunden konnten. Dabei entdeckten wir nicht nur ein Industriedenkmal, den Derrickkran – nach einem Londoner Henker benannt - der den Arbeitern ehemals gute Dienste beim Anheben der schweren Steine bot, sondern auch die riesigen Quaderblöcke aus Muschelkalk, die in vielen historischen Gebäuden unseres Landes, wie zum Beispiel im Reichstag von Berlin verbaut wurden. Auf dem Rückweg nach Theilheim, ganz in der Nähe der Autobahn A 3, streiften wir noch die Quelle des Lützelbaches und kamen am einstigen Wirtschaftshof eines Zisterzienserklosters vorbei, das bereits im 14. Jahrhundert aufgegeben wurde und im Zuge des Autobahnbaus wieder entdeckt wurde.

Am Ende unserer ca. fünfstündigen Wanderung mit 13 km gab es noch die Möglichkeit zum Schlusshock im „Randersackerer Spielberg“.

Bericht: Brigitte Schabel-Unger

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